Informelles Lernen in alltäglichen Lebensführungen
 

        Prof. Dr. Dieter Kirchhöfer
        Universität Potsdam, Institut f. Pädagogik
      
  dikir@aol.com
 

Finanzierung und Laufzeit

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
1999-2000

Zielsetzung

Das Projekt soll informelle Lernprozesse in alltäglichen Lebensführungen von Erwachsenen beschreiben und den Kompetenzerwerb in solchen Lernprozessen dokumentieren. Die Untersuchung dient der Identifikation eines Kompetenztransfers zwischen Erwerbsarbeit und Eigenarbeit bzw. Bürgerarbeit und möglicher Typisierungen von Lebensführungen unter Lernaspekt. Theoretisch folgt die Studie der Vorstellung von G. Voß von der Entgrenzung der Lebensführungen. Dabei wird die These verfolgt, daß die Tätigkeitsfelder der Individuen nicht a priori Lernfelder darstellen, sondern erst mit und in der Konstruktion der alltäglichen Lebensführungen erschlossen werden. Es wird ein Zusammenhang zwischen der Intensität des informellen Lernens und dem Aktivitätsniveau in den Lebensführungen vermutet. Als Vermittlung zwischen informellen Lernen und Lebensführung wird die Reflexionstätigkeit des Individuums angesehen.
In der Typisierung werden Zusammenhänge zwischen den biographischen Lernprozessen und dem informellen Lernen in den alltäglichen Lebensführungen gesucht.

Empirisches Vorgehen / Methode

Im empirischen Vorgehen bedient sich das Projekt wieder der protokollierten Tagesläufe unterschiedlicher Erwerbstätiger, die nach Lernsituation, -anlaß und - strategie, Identitätskonstruktion und Transferleistung analysiert werden. Die Rekonstruktion der Tagesläufe wurde durch biographische Interviews ergänzt. Es liegen jeweils drei Tagesläufe und Lebensverläufe zu Personen unterschiedlichsten Alters und Berufs vor, wobei keine systematische Verteilung gesucht wurde.

Stand der Arbeiten (2000)

Die empirischen Erhebungen sind für die ersten 12 Personen abgeschlossen, eine weitere Erhebungswelle mit nochmals 12 Personen soll folgen.

Veröffentlichung